Sonderausstellung

Sonntag, 9. Dezember 2018 – Sonntag, 20. Januar 2019

 

Weyhnacht – Bergmänner, Lichterengel und Kinderspielzeug aus dem Erzgebirge

 

Leuchtende Glockenengel, figurenreiche Krippen und Puppenstuben, Bauernhöfe und Miniaturspielzeug soweit das Auge reicht! Mit der neuen Sonderausstellung „Weyhnacht – Bergmänner, Lichterengel und Kinderspielzeug aus dem Erzgebirge“ bringt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake nicht nur Kinderaugen zum Strahlen.

 

Passend zur Eröffnung am Sonntag, 9. Dezember, um 11.30 Uhr legt sogar der niederländische „Sint Nicolaas“ mit seinen Gehilfen, den „zwarte Pieten“ einen Zwischenstopp im Schloss ein. Außerdem steht eine märchenhafte Aufführung der Ostschule Lemgo zu Tschaikowskis „Nussknacker“ auf dem Programm.

 

Im Rahmen der Ausstellung kann man sich auf mehr als 1000 kunstvoll geschnitzte und gedrechselte Objekte aus dem Erzgebirge freuen. Einige von ihnen sind so klein, dass sie sogar in eine Streichholzschachtel passen wie beispielsweise drei Sternsinger. Andere wiederum sind einen Meter groß. Die Rede ist von einer fünfstöckigen, drehbaren Pyramide aus dem 19. Jahrhundert. Maria mit dem Kind ist darin zu sehen, die Heiligen drei Könige ebenfalls, eine gebückte Holzsammlerin, ein fröhlicher Vogelhändler und jede Menge Tiere – allesamt von Kerzen umstellt, versteht sich.

 

„Zum ersten Mal in der Geschichte des Museums präsentieren wir eine Sonderausstellung der besinnlichen Art. Bei uns kann man dem Weihnachtsstress entkommen, entschleunigen, die Vorweihnachtszeit genießen und sich an sächsischem Kunsthandwerk erfreuen “, empfiehlt Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes.   Ein Mitglied des museumseigenen Freundeskreises hatte angeregt, die private Sammlung der Eheleute Dr. Brockhaus aus Lemgo in den neuen Ausstellungsräumen zu zeigen. Eine Seite der Familie ist im Erzgebirge verwurzelt und hat über Jahrzehnte hinweg die dort entstandene Volkskunst gesammelt, gekauft oder auch geschenkt bekommen.

 

Zum Hintergrund: Im 19. Jahrhundert erfuhr der Bergbau im Erzgebirge einen konjunkturellen Einbruch. Die Bergleute mussten sich einen Nebenerwerb suchen. Was lag da näher, als das Holz des waldreichen Gebirges nicht mehr nur als Grubenholz zu nutzen? So entstanden zauberhafte Figuren, die bis heute wunderbar weihnachtliche Stimmung verbreiten.   Der Bergbau und die christliche Symbolik hängen dabei eng miteinander zusammen. So gehören Bergmann und Engel als Lichterträger wie Zwillinge zueinander. Lichter und Glocken spielten im Bergbau eine lebenswichtige Rolle. Ohne Kerzen hätten die Bergleute im Stollen nichts gesehen und die Bergglocke zeigte den Stand des Grundwassers an. Einer dieser Stollen hieß sogar „Weyhnacht“ – und wurde somit Namensgeber für die neue Sonderausstellung im Weserrenaissance-Museum.

 

Wie aufwändig die Fertigung der erzgebirgische Volkskunst ist, kann man anhand der Ausstellungsstücke zwar erahnen, aber am Sonntag, 16. und 30. Dezember sowie am 6. Januar, können die Besucher live miterleben, wie die Späne fliegen. Jeweils von 12 bis 17 Uhr darf man dem Drechsler Bastian von Goetz bei seiner Arbeit über die Schulter schauen.

 

Ein echter Hingucker während der gesamten Ausstellungsdauer ist sicherlich auch ein drei Meter großer Tannenbaum, der den Raum mit seinem unwiderstehlichen, weihnachtlichen Duft erfüllt. Dank der freundlichen Unterstützung des Lemgoer Einzelhandels Doerfert ist der Baum über und über geschmückt mit den liebreizenden Dekorationen aus dem Hause Wendt & Kühn.  Diese können auch im Museumsshop gekauft werden. Auch die Stiftung Eben-Ezer bietet Handarbeiten zum Verkauf an, und stellt Kindermöbel für die Kinderspielecke zur Verfügung. Dort liegt das berühmte Fröbel-Spielzeug, das noch immer hergestellt und weltweit exportiert wird. Hier ist ausprobieren, knobeln und Spaßhaben angesagt.

 

Darüber hinaus gibt es vor allem für Kindergärten und Schulklassen ein museumspädagogisches Angebot. Nach einer Kurzführung durch die Ausstellung kann man beispielsweise Glücksschweinchen – wie im Erzgebirge – selbst schnitzen oder köstliches Marzipan selbst herstellen.

 

Nähere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 05261/945010 oder per Mail an info@museum-schloss-brake.de. Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Januar dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu bestaunen. Am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar ist das Museum geschlossen. Zwischen den Feiertagen bietet sich dafür aber der zweite Weihnachtstag hervorragend für einen Besuch an. Fotos: Herrmann/Weserrenaissance-Museum Schloss Brake

Vergangene Ausstellungen

Sonntag, 29. Juli 2018 – Sonntag, 4. November 2018   #pARTicipate – Mach Dich zum Kunstwerk   Der berühmten Mona Lisa einen Schnäuzer malen und das blaue Pferd von Franz Marc mit einer Möhre füttern? Wo gibt es denn so etwas? Im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo! Vom 29. Juli bis zum 4. November 2018 überrascht das frisch renovierte Haus mit einer Sonderausstellung der besonderen Art, denn Langeweile war vorgestern. Mit der Ausstellung „#pARTicipate – Mach Dich zum Kunstwerk“ lädt das Museum Alt und Jung zum Erleben, Mitmachen und vor allem Spaß haben ein.     Freuen kann man sich auf 19 großformatige reproduzierte Topwerke der Kunstgeschichte. Fast jeder ist ihnen irgendwann in seinem Leben schon einmal irgendwo begegnet. Wer kennt sie nicht, die herzzerreißenden Raffael-Engel, „Die Geburt der Venus“ von Botticelli oder den „Schrei“ von Edvard Munch? Beginnend in der Renaissance führt die Abenteuerreise von Michelangelo über Manet und Degas bis hin zu Picasso und Keith Haring. In den begleitenden, leicht verständlichen Texten erhält man kurze und knackig formulierte Informationen zu den Künstlern, ihren Werken und den Epochen.   Die Besucher können eine äußerst unterhaltsame und dennoch lehrreiche Zeitreise durch 500 Jahre Kunstgeschichte unternehmen – und  Teil der Kunstwerke werden. Diesen Moment der Begegnung dürfen sie mit der Kamera aufnehmen und nach Lust und Laune in den sozialen Medien posten. „So findet die Ausstellung durch die Selbstinszenierung quasi im Handumdrehen Fans und animiert jeden, bei diesem Event mitzumachen – Kultur für alle“, betont die Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes.     Mit dieser Ausstellung betritt das Museumsteam spannendes Neuland. Mit dem Umbau des Weserrenaissance-Museums weht ein spürbar frischer Wind durch die renovierten Gemäuer, und zwar ganz bewusst. Kunst ist für alle da – und das Museum ermöglicht mit dieser Ausstellung einen völlig neuen, und vor allem spielerischen Zugang dazu. Es geht um neue Formen der Kommunikation und darum, den Besucher selbst und auch die neuen Medien miteinzubeziehen. Das Weserrenaissance-Museum wird somit zu einem lebendigen Ort, an dem mit Kunst experimentiert werden darf und kann.   Vor allem die jüngeren Besucher können sich an der Kasse gern mit Malvorlagen und Buntstiften eindecken und somit die Ausstellung noch intensiver auf eigene Faust erleben.     Abgesehen von regelmäßigen Führungen durch die Ausstellung (jeweils sonntags um 15 Uhr) kann man auch besondere museumspädagogische Angebote buchen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Malkursus unter dem Motto „Fälschen für Anfänger“? Außerdem können Kindergärten Buttons selber gestalten in dem Kursus „Ich male mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Darüber hinaus  dürfen Grundschüler „Malen wie Michelangelo“. Die weiterführenden Schulen dürfen sich auf „Selfie-Mania-Events“ freuen.   Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen unter Tel. 05261/945010 oder per Mail unter info@museum-schloss-brake.de.     Unterstützt und gesponsert wird die Ausstellung von der Rudi-Scharf-Stiftung, Phoenix Contact, der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, der Stiftung „Für Lippe“, dem Landesverband Lippe, der Alten Hansestadt Lemgo, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt, der Abfallbeseitigungs GmbH Lippe, der Sparkasse Lemgo sowie dem Institut für Kulturaustausch.   Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu bestaunen – donnerstags sogar bis 20 Uhr. Ein echter Mehrwert für alle werktätigen Besucher und die, die nach Feierabend ein Teamhappening aus der Ausstellung machen möchten.     Der Eintritt zur Ausstellung beträgt 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren. Eine Familienkarte ist für 10 Euro im Angebot, und Schüler im Klassenverbund zahlen 2 Euro.

 

Sehen Sie sich auch die Website zur Ausstellung an (www.machs-maul-auf.de):

Zur Austellungs-Website ...

3. September 2017 – 7. Januar 2018

Mach’s Maul auf – Reformation im Weserraum
 
 
500 Jahre nach Martin Luthers Thesenanschlag zeigt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake eine Ausstellung über die Reformation in Nordwestdeutschland. Erstmals werden die kulturellen, politischen und kirchlich-religiösen Rahmenbedingungen der Reformation in der Region veranschaulicht. Anhänger von Martin Luther predigten schon früh in Bremen, Braunschweig, Minden und Herford. Zusammen mit den Bürgern der Städte wendeten sie sich gegen die katholische Kirche. Es gab Aufruhr. Die Bürger stürmten Kirchen und Klöster. Sie zerschlugen Altäre und Heiligenbilder. Fürsten – Landgraf Philipp der Großmütige in Kassel und Herzog Ernst der Bekenner in Celle – zählen zu den Vorkämpfern der Reformation. Sie begründeten mit Luther die evangelische Kirche, die nun unabhängig war vom Papst in Rom.   Die Ausstellung veranschaulicht die Entstehung und den Verlauf der Reformation im Weserraum. Gemälde, Skulpturen, Flugblätter, anregende Inszenierungen und moderne Medien führen uns die enormen Veränderungen und den Wandel der christlichen Religion vor Augen. Die Entstehung der verschiedenen Glaubensrichtungen wird einfach und verständlich dargestellt. Eine besondere Rolle fällt den Neuen Medien der Lutherzeit zu: Ohne den Buch- und Bilderdruck hätte sich die Reformation nicht so schnell ausbreiten können.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich bebilderter Katalog. Ein kulturpädagogisches Begleitprogramm wird die Ausstellung ergänzen.

29. April 2017 – 11. Juni 2017

heimat.nrw – Fotoausstellung der NRW-Stiftung mit Fotos von Horst Wackerbarth   Zur Wiedereröffnung zeigt das Weserrenaissance-Museum eine ungewöhnliche Fotoausstellung mit rotem Sofa und Selfie-Station   Die Rote Couch ist das Markenzeichen des international bekannten Künstlers Horst Wackerbarth. Er war damit unterwegs in der Eiswüste Alaskas und im Regenwald Südamerikas, in den Metropolen Europas und den Dörfern Sibiriens. Nun reiste der Fotokünstler im Auftrag der NRW-Stiftung mehr als ein Jahr lang durch alle Regionen Nordrhein-Westfalens, um für das Porträt „heimat.nrw“ mit seiner berühmten Roten Couch besonders typische und besonders markante Orte und Menschen in Szene zu setzen. So entstand ein Porträt des Landes und seiner Bewohner, bestehend aus zahlreichen großformatigen Bildern und Videowerken.   Eine umfangreiche Auswahl mit den Ergebnissen seiner Reise wird nun vom 29. April bis zum 11. Juni 2017 im Weserrenaissance-Museum im Lemgo zu sehen sein, das nach umfassender Restaurierung und Erweiterung mit den Werken Wackerbarths wiedereröffnet.   Wackerbarths Werke ermöglichen einen ungewöhnlichen Blick auf die kulturelle, wirtschaftliche und naturräumliche Entwicklung des Landes. Viele der besuchten Orte haben zudem einen Bezug zu Natur- und Kulturprojekten der NRW-Stiftung. So gehören etwa das mit Hilfe der NRW-Stiftung restaurierte Junkerhaus in Lemgo, die Senneschäferei in Hövelhof, das Weißstorch-Schutzprojekt in Minden oder das Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu seinen Motiven mit Bezug zur NRW-Stiftung. Für „heimat.nrw“ greift der Fotograf aber auch aktuelle Themen wie Migration, Inklusion Wirtschaft und soziale Themen auf.   Die Besucher der Ausstellung in Lemgo haben zudem die Möglichkeit, auf der berühmten Couch zu sitzen, sich darauf selbst zu fotografieren und so Teil des Projektes „heimat.nrw“ zu werden. Wackerbarths Ziel ist es, ein Porträtwerk zu schaffen, eine Galerie der Menschheit. Die Rote Couch ist dabei gemeinsamer Nenner, Bühne, Thron und Kommunikationsplattform zugleich. „Die Rote Couch bringt alle Menschen auf Augenhöhe!“ so der Künstler, der seine Arbeit als „work in progress“, als eine „never ending story“ bezeichnet, die erst mit Wackerbarths Tod enden wird. Bis heute haben über 800 Menschen in 52 Ländern auf der Roten Couch Platz genommen und die universellen Fragen, die Wackerbarth seinen Protagonisten stellt und mit Video aufzeichnet, wurden in 53 Sprachen beantwortet.   Wackerbarths Arbeiten sind in 10 Buch-Monografien veröffentlicht, wurden in mehr als 50 Einzelausstellungen in Museen und Galerien weltweit gezeigt und sind in 13 bedeutende Sammlungen zeitgenössischer Kunst aufgenommen. „Wir freuen uns außerordentlich, dass wir anlässlich der Wiedereröffnung unseres Museum eine so hochkarätige Ausstellung zeigen können“, sagt Dr. Vera Lüpkes, leitende Direktorin des Weserrenaissance-Museums.   Gefördert von der NRW-Stiftung https://www.nrw-stiftung.de  

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