Sonderausstellung

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3. September 2017 – 7. Januar 2018

500 Jahre nach Martin Luthers Thesenanschlag zeigt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake eine Ausstellung über die Reformation in Nordwestdeutschland. Erstmals werden die kulturellen, politischen und kirchlich-religiösen Rahmenbedingungen der Reformation in der Region veranschaulicht. Anhänger von Martin Luther predigten schon früh in Bremen, Braunschweig, Minden und Herford. Zusammen mit den Bürgern der Städte wendeten sie sich gegen die katholische Kirche. Es gab Aufruhr. Die Bürger stürmten Kirchen und Klöster. Sie zerschlugen Altäre und Heiligenbilder. Fürsten – Landgraf Philipp der Großmütige in Kassel und Herzog Ernst der Bekenner in Celle – zählen zu den Vorkämpfern der Reformation. Sie begründeten mit Luther die evangelische Kirche, die nun unabhängig war vom Papst in Rom.   Die Ausstellung veranschaulicht die Entstehung und den Verlauf der Reformation im Weserraum. Gemälde, Skulpturen, Flugblätter, anregende Inszenierungen und moderne Medien führen uns die enormen Veränderungen und den Wandel der christlichen Religion vor Augen. Die Entstehung der verschiedenen Glaubensrichtungen wird einfach und verständlich dargestellt. Eine besondere Rolle fällt den Neuen Medien der Lutherzeit zu: Ohne den Buch- und Bilderdruck hätte sich die Reformation nicht so schnell ausbreiten können.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich bebilderter Katalog. Ein kulturpädagogisches Begleitprogramm wird die Ausstellung ergänzen.

Vergangene Ausstellungen

29. April 2017 – 11. Juni 2017

Zur Wiedereröffnung zeigt das Weserrenaissance-Museum eine ungewöhnliche Fotoausstellung mit rotem Sofa und Selfie-Station   Die Rote Couch ist das Markenzeichen des international bekannten Künstlers Horst Wackerbarth. Er war damit unterwegs in der Eiswüste Alaskas und im Regenwald Südamerikas, in den Metropolen Europas und den Dörfern Sibiriens. Nun reiste der Fotokünstler im Auftrag der NRW-Stiftung mehr als ein Jahr lang durch alle Regionen Nordrhein-Westfalens, um für das Porträt „heimat.nrw“ mit seiner berühmten Roten Couch besonders typische und besonders markante Orte und Menschen in Szene zu setzen. So entstand ein Porträt des Landes und seiner Bewohner, bestehend aus zahlreichen großformatigen Bildern und Videowerken. Eine umfangreiche Auswahl mit den Ergebnissen seiner Reise wird nun vom 29. April bis zum 11. Juni 2017 im Weserrenaissance-Museum im Lemgo zu sehen sein, das nach umfassender Restaurierung und Erweiterung mit den Werken Wackerbarths wiedereröffnet.     Wackerbarths Werke ermöglichen einen ungewöhnlichen Blick auf die kulturelle, wirtschaftliche und naturräumliche Entwicklung des Landes. Viele der besuchten Orte haben zudem einen Bezug zu Natur- und Kulturprojekten der NRW-Stiftung. So gehören etwa das mit Hilfe der NRW-Stiftung restaurierte Junkerhaus in Lemgo, die Senneschäferei in Hövelhof, das Weißstorch-Schutzprojekt in Minden oder das Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu seinen Motiven mit Bezug zur NRW-Stiftung. Für „heimat.nrw“ greift der Fotograf aber auch aktuelle Themen wie Migration, Inklusion Wirtschaft und soziale Themen auf.     Die Besucher der Ausstellung in Lemgo haben zudem die Möglichkeit, auf der berühmten Couch zu sitzen, sich darauf selbst zu fotografieren und so Teil des Projektes „heimat.nrw“ zu werden. Wackerbarths Ziel ist es, ein Porträtwerk zu schaffen, eine Galerie der Menschheit. Die Rote Couch ist dabei gemeinsamer Nenner, Bühne, Thron und Kommunikationsplattform zugleich. „Die Rote Couch bringt alle Menschen auf Augenhöhe!“ so der Künstler, der seine Arbeit als „work in progress“, als eine „never ending story“ bezeichnet, die erst mit Wackerbarths Tod enden wird. Bis heute haben über 800 Menschen in 52 Ländern auf der Roten Couch Platz genommen und die universellen Fragen, die Wackerbarth seinen Protagonisten stellt und mit Video aufzeichnet, wurden in 53 Sprachen beantwortet. Wackerbarths Arbeiten sind in 10 Buch-Monografien veröffentlicht, wurden in mehr als 50 Einzelausstellungen in Museen und Galerien weltweit gezeigt und sind in 13 bedeutende Sammlungen zeitgenössischer Kunst aufgenommen. „Wir freuen uns außerordentlich, dass wir anlässlich der Wiedereröffnung unseres Museum eine so hochkarätige Ausstellung zeigen können“, sagt Dr. Vera Lüpkes, leitende Direktorin des Weserrenaissance-Museums.

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