Projekt “Gesichter der Weserrenaissance”

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„Gesichter der Weserrenaissance“

Schloss Brake
Graf Simon VI. zur Lippe

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Schloss Detmold
Katharina von Waldeck

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Schloss Barntrup
Anna von Canstein

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Apothekenerker
Apotheker Wolfrad Ferber

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Hexenbürgermeisterhaus
Lisbeth Fürstenau

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Schloss Wendlinghausen
Hilmar der Jüngere von Münchhausen

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Rathaus Paderborn
Bürgermeister Jobst Gogreve

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Dom Paderborn
Fürstbischoff Dietrich IV. von Fürstenberg

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Schloss Neuhaus
Baumeister Jörg Unkair

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Rathaus Höxter
Jost Ziegenhirt

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Ministerin Ina Scharrenbach zeigt sich begeistert von dem Projekt „Gesichter der Weserrenaissance“

Hoher Besuch im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake: Am Mittwoch, 30. März 2022, hat sich Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, ganz bewusst Zeit genommen, um sich ein besonderes und von ihrem Ministerium gefördertes Projekt einmal genauer anzusehen. „Gesichter der Weserrenaissance“ ist der Titel des drei Jahre währenden Vorhabens, das mit 750.000 Euro unterstützt wird und sich inzwischen auf der Zielgeraden befindet.

 

„Erklärtes Ziel war, ist und bleibt es, die Weserrenaissance als Marke zu etablieren, für Einheimische und Touristen noch attraktiver in Szene zu setzen und gerade auch für Kinder erlebbar zu machen“, betont Dr. Albert Hüser, Vorsitzender des Lippischen Heimatbundes.

 

Wie das gelungen ist, haben der Lippische Heimatbund als Projektträger sowie die drei Kooperationspartner in Form des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake, des Kulturkreises der Weserrenaissance und der Stiftung Eben-Ezer nun im Beisein der Ministerin der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Zur Bedeutung des Projekts erläutert Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Kultur und Heimat – sie gehören untrennbar zusammen. Das Projekt „Gesichter der Weserrenaissance“ zeigt auf beeindruckende Weise, wie kulturelle Schätze der Region auf zeitgemäße Weise erlebbar gemacht werden können. Hier trifft Tradition auf Moderne. Die neue Perspektive auf die Geschichte des Weserraums bietet die Chance, ein breites Publikum zu erreichen. Sie gibt der Heimat ein unverwechselbares Gesicht, das Menschen Halt bietet und die Gemeinschaft stärkt.“

 

Besonders gelungen findet die Ministerin den attraktiven Imagefilm, der zehn regionale Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise Schloss Brake, Schloss Barntrup, Schloss Wendlinghausen, Schloss Neuhaus und das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo charmant in Szene setzt. Innerhalb von nur drei Minuten weckt der kurzweilige Film große Lust, die vielseitigen Orte der Weserrenaissance einmal persönlich zu besuchen. Zu sehen ist der Film ab sofort unter www.lippischer-heimatbund.de sowie https://museum-schloss-brake.de/gesichter-weserrenaissance/ Auch in den Sozialen Medien, auf der im Aufbau befindlichen Projekt-Homepage und vor Ort im Weserrenaissance-Museum wird er veröffentlicht – dank der Unterstützung der Stiftung Eben-Ezer auch in leichter Sprache!

 

Ergänzend zum Imagefilm sind zehn aufwändig gedrehte Historienfilme entstanden, die interessante Persönlichkeiten der Weserrenaissance und ihre Geschichte(n) lebendig machen. Storytelling heißt das Zauberwort. Der Clou an der Sache: Alle dargestellten Personen waren auf irgendeine Art und Weise miteinander verbunden. Networking gab es eben auch vor gut 400 Jahren schon.

 

Dreh- und Angelpunkt ist dabei Graf Simon VI., der seinerzeit auf Schloss Brake lebte und regierte. Er pflegte zahlreiche Verbindungen zu anderen Personen der damaligen Zeit. Eineinhalb Jahre hat die Kunsthistorikerin Dr. Susanne Hilker vom Weserrenaissance-Museum Schloss Brake an diesen und vielen weiteren Geschichten gearbeitet und sie schließlich zu Papier gebracht. Erschienen ist in Ergänzung zu den Filmen eine 30 Seiten starke Broschüre, und zwar in der Reihe „Lippische Kulturlandschaften“. Während sich die Forschung bislang auf standesgemäße Verbindungen konzentrierte, blieben nicht offensichtliche Kontakte – wie die mit örtlichen Apothekern, Scharfrichtern, Tuchhändlern oder Weserschiffern – unberücksichtigt.

 

„Bei allen Geschichten und Gesichtern zeigte sich nach und nach, dass das Ende der einen Geschichte nur der Anfang einer anderen war“, sagt Dr. Susanne Hilker. Es entpuppte sich ein Netzwerk, das sich nicht nur auf die ausgewählten Orte beschränken lässt. Denn die Weserrenaissance ist eine überregionale Kulturepoche, an der sieben heutige Bundesländer Anteil haben. Aber dank des Projekts „Gesichter der Weserrenaissance“ ist der Anfang gemacht. Weitere interessante Gesichter und Geschichten gilt es noch zu entdecken.

 

Die bisherigen Ergebnisse sind allesamt auf einer eigenen Projekthomepage inkl. eines „virtuellen Museums“, museumspädagogischen Angeboten und den Forschungsergebnissen des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake aus den vergangenen 30 Jahren zu finden, und zwar spätestens bis Ende des Jahres unter www.gesichter-weserrenaissance.de.

 

Auf der Internetseite gibt es auch touristische Angebote, die zusammen mit dem Teutoburger Wald Tourismus vermarktet und jetzt schon von Busreiseveranstaltern gern gebucht werden. „Schick und schön“, „Schein und Sein“ und „Mächtig und prächtig“ heißen die Tagestouren, die den Besuch mehrerer Weserrenaissance-Gebäude geschickt miteinander verbinden. „Gemeinsam ist man stark“, weiß auch Joachim von Reden, Inhaber von Schloss Wendlinghausen und Vorsitzender des Kulturkreises der Weserrenaissance. Auch nach außen hin wird an den Gebäuden sichtbar, dass sie zum Netzwerk „Gesichter der Weserrenaissance“ gehören. Plaketten, Stelen oder „sprechende“ Mitmachstationen in Form von Kugeln, Säulen oder Bänken verraten mehr über das jeweilige Bauwerk.

 

Vor allem Kinder sollen sich dem Thema Weserrenaissance ganz spielerisch nähern können. Daher hat das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake bei Pia und Nino von der mehrfach ausgezeichneten Kinderband ein zum Thema passendes interaktives Hörspiel zum Mitrocken in Auftrag gegeben. Die Ministerin Ina Scharrenbach konnte sich dank einer Kostprobe von der Qualität der Aufführung überzeugen. Premiere ist am heutigen Donnerstag – dann wird das Stück in voller Länger vor ausverkauften Hause gezeigt. Künftig soll das Werk einen festen Platz im Veranstaltungsprogramm des Museums bekommen.

 

Darüber hinaus laden die Projektpartner am Sonntag, 19. Juni 2022, von 13 bis 18 Uhr zu einem „Tag der Weserrenaissance“ in Form eines Familienfestes auf Schloss Brake ein. Freuen kann man sich auf Kanufahren auf der Gräfte, Verkleiden mit historischen Kostümen, Dromedar-Rodeo, Airbrush-Tattoos mit Weserrenaissance-Motiven, Ritter-Hüpfburg, Graf Simon VI. und seine Familie als Walking Acts, Musik und Tanz, Märchen und kostenlose Führungen durchs Museum.

 

Innerhalb der Dauerausstellung wird es künftig ein so genanntes Studiolo geben, ein Studierzimmer mit großem Tisch, verschiedenen Tablets und vielfältigen Möglichkeiten, sich mit dem Thema Weserrenaissance vertraut zu machen, und zwar mit allen Sinnen – sowohl analog als auch digital.

 

Das Projekt geht noch bis Ende 2022. Bis dahin sind alle geplanten Maßnahmen umgesetzt.

 

 

Neue Etappenziele erreicht – Imagefilm und Broschüre

Das vom Heimatministerium NRW geförderte Projekt „Gesichter der Weserrenaissance“ nimmt trotz Corona weiterhin Gestalt an. Der Lippische Heimatbund als Projektträger sowie die drei Kooperationspartner in Form des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake, des Kulturkreises der Weserrenaissance und der Stiftung Eben-Ezer haben die jüngst erreichten Etappenziele präsentiert.

 

Wichtiger Bestandteil des Projekts ist ein attraktiver Imagefilm, der zehn regionale Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise Schloss Brake, Schloss Barntrup, Schloss Wendlinghausen, Schloss Neuhaus und das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo charmant in Szene setzt. Der kurzweilige Film, den Sie auf dieser Seite anklicken können, weckt innerhalb von drei Minuten große Lust, die vielseitigen Orte der Weserrenaissance einmal persönlich zu besuchen. Auch in den Sozialen Medien, auf der im Aufbau befindlichen Projekt-Homepage und vor Ort im Weserrenaissance-Museum soll er künftig veröffentlicht werden – auch in leichter Sprache!

 

Ergänzend zum Imagefilm ist in der vom Lippischen Heimatbund herausgegebenen Reihe „Lippische Kulturlandschaften“ eine Broschüre mit tiefergehenden Informationen erschienen. Auf 30 Seiten gewinnt man anhand ausgewählter Persönlichkeiten und ihrer Geschichten spannende Einblicke in das regionale Netzwerk.

 

Dreh- und Angelpunkt ist dabei Graf Simon VI., der vor gut 400 Jahren auf Schloss Brake lebte und regierte. Er pflegte zahlreiche Verbindungen zu anderen Personen der damaligen Zeit. So ließ er beispielsweise in der Lemgoer Ratsapotheke süße Getränke, Sukkade, Zimt, Konfekt und Räucherkerzen einkaufen.

 

Außerdem beauftragte Simon VI. den Lemgoer Baumeister Hermann Wulff mit dem Ausbau des Nordflügels von Schloss Brake. Wulff wiederum hat auch vorher schon die Umbauarbeiten am Südflügel der Burg Brake für Simons Mutter Katharina von Waldeck geleitet. Außerdem hat derselbe Baumeister auch bei der Fassade des Hexenbürgermeisterhauses in Lemgo die Finger mit im Spiel gehabt. Später trug Simon VI. dazu bei, dass die Streitigkeiten von dessen Eigentümerfamilie Kruwel geklärt wurden.

 

Spannende Verbindungen gab es aber auch zwischen Graf Simon VI. und dem Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg in Paderborn. Dieser hat sich bereits zu Lebzeiten ein 18 Meter hohes Grabmal errichten lassen – ein Glanzstück der Weserrenaissance. Die beiden Männer gingen gemeinsam zur Jagd. Ein reger Briefwechsel spricht für das fast freundschaftliche Verhältnis zueinander. Außerdem war der Fürstbischof trotz der unterschiedlichen Konfessionen der Patenonkel von drei Kindern des lippischen Grafen. Erstaunlich.

 

Eineinhalb Jahre hat die Kunsthistorikerin Dr. Susanne Hilker vom Weserrenaissance-Museum Schloss Brake an diesen und vielen weiteren Geschichten gearbeitet und sie schließlich zu Papier gebracht. Während sich die Forschung bislang auf standesgemäße Verbindungen konzentrierte, blieben nicht offensichtliche Kontakte – wie die mit örtlichen Apothekern, Scharfrichtern, Tuchhändlern oder Weserschiffern – unberücksichtigt.

 

„Bei allen Geschichten und Gesichtern zeigte sich nach und nach, dass das Ende der einen Geschichte nur der Anfang einer anderen war“, sagt Dr. Susanne Hilker. Es entpuppte sich ein Netzwerk, das sich nicht nur auf die ausgewählten Orte beschränken lässt. Denn die Weserrenaissance ist eine überregionale Kulturepoche, an der sieben heutige Bundesländer Anteil haben. Aber dank des Projekts „Gesichter der Weserrenaissance“ ist der Anfang gemacht. Weitere interessante Gesichter und Geschichten gilt es noch zu entdecken.

 

Weitere Etappenziele des ambitionierten Projekts sind die Verfilmung der recherchierten Geschichten in Form von Historienfilmen, der Aufbau einer eigenen Projekthomepage inkl. eines „virtuellen Museums“, ein „Tag der Weserrenaissance“ in Form eines Familienfestes am Sonntag, 19. Juni 2022, auf Schloss Brake, ein interaktives Hörspiel für Kinder, Mitmachstationen vor Ort und vieles mehr. Das Projekt geht noch bis Ende 2022. Man darf also gespannt sein.

 

Foto:

Gaben einen ersten Zwischenbericht zum Projekt „Gesichter der Weserrenaissance“ inklusive Mitmachstation (v.l.): Dr. Michael Bischoff, Kunsthistoriker am Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, Dr. Bartolt Haase, Theologischer Vorstand der Stiftung Eben-Ezer, Silvia Herrmann, Referentin für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit beim Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, Jörg Düning-Gast, Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe, Dr. Vera Lüpkes, Museumsdirektorin des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake, Joachim von Reden, Vorsitzender des Vereins „Kulturkreis der Weserrenaissance“, Dr. Albert Hüser, Vorsitzender des Lippischen Heimatbundes und Ingelore Möller vom Pressereferat der Stiftung Eben-Ezer.

Die Weserrenaissance hat viele Gesichter

Sie haben Gespräche geführt, sind Kooperationen eingegangen, haben spannende Geschichten recherchiert, Filmideen entwickelt, Reiserouten ausgetüftelt, waren auf Messen präsent, haben Flyer drucken lassen, Mitmachstationen auf den Weg gebracht und vieles mehr. Der Lippische Heimatbund, das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, der Verein „Kulturkreis der Weserrenaissance“ sowie die Stiftung Eben-Ezer haben in den vergangenen 12 Monaten trotz Corona das Thema Weserrenaissance ein gutes Stück nach vorne gebracht. Jetzt haben sie gemeinsam eine erste Zwischenbilanz ihres Drei-Jahres-Projektes „Gesichter der Weserrenaissance“ vorgestellt.

 

Gut ein Jahr ist es her, dass Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Lippischen Heimatbund den Bewilligungsbescheid für das ambitionierte Projekt überreicht hat. „Ziel ist es, das reiche Baukulturerbe der Weserrenaissance vor allem für junge Leute zu erschließen – multimedial, erlebnisorientiert, integrativ“, erklärt Dr. Albert Hüser, Vorsitzender des Projektträgers Lippischer Heimatbund. Die Empfehlung, sich mit anderen zusammenzuschließen und zu vernetzen, um das Thema Weserrenaissance auch touristisch als Marke etablieren zu können, stammt übrigens von Tourismus NRW.

 

Aus der Fülle an Weserrenaissance-Gebäuden haben sich die Akteure zehn Objekte herausgepickt, die nicht nur die Vielfalt der Epoche widerspiegeln, sondern auch ein spannendes Netzwerk der damaligen Zeit abbilden. Dazu zählen Schloss Brake, das sogenannte Hexenbürgermeisterhaus Lemgo sowie das Rathaus mit dem einmaligen Apothekenerker in Lemgo, das Fürstliche Residenzschloss Detmold, Schloss Barntrup, Schloss Wendlinghausen, das Rathaus in Höxter, das Grabmal von Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg im Dom zu Paderborn sowie das dortige Rathaus und Schloss Neuhaus.

 

Um die zehn Gebäude lebendig werden zu lassen, treten historische Persönlichkeiten in Erscheinung, zwischen denen es die merkwürdigsten Verbindungen gegeben hat. Genau das ist der Stoff, aus dem lebendige Geschichten entstehen. Storytelling heißt das Stichwort, aber historisch korrekt, versteht sich. Die entsprechenden Hintergründe wurden im Laufe eines Jahres bis ins kleinste Detail recherchiert. Bücher, Fotos, Archive – alles wurde genutzt, um erzählenswerte Geschichten herauszufinden. Zehn Filme entstehen daraus. Inzwischen stehen sogar die Schauspieler, die Dialoge, die Requisiten und Kostüme fest. Gedreht wird noch im Herbst/Winter 2021.

 

Die fertigen Filme werden allesamt auf einer Homepage zu sehen sein, auf der man auch jede Menge Informationen zu den Gebäuden und Personen sowie etliche touristische Angebote finden wird. So kann man schon jetzt verschiedene Gruppenreisen wie „Schick und schön“, „Schein und Sein“ oder „Mächtig und prächtig“ buchen, und sich im Rahmen einer Tagestour gleich mehrere Weserrenaissance-Gebäude ansehen und erläutern lassen. In Kooperation mit dem Teutoburger Wald Tourismus ist ein Salesguide veröffentlicht und über verschiedene Kanäle erfolgreich beworben worden.

 

Auf einer tiefergehenden Ebene der Homepage erwartet die Nutzer ein „virtuelles Museum“ mit einer Inventardatenbank und wissenschaftlichen Erkenntnissen des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake zum Thema Weserrenaissance aus den vergangenen 30 Jahren.

 

Doch damit nicht genug! Ganz real, vor Ort gibt es an einigen Orten schon sprechende Mitmachstationen –  so zum Beispiel im Foyer des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake. Da kann man beispielsweise an einer Kurbel drehen und schon plaudert Graf Simon VI. aus dem Nähkästchen. Vor dem Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo wird es in Kürze einen sogenannten Audionetic geben, eine Säule, bei der man auf ein Pedal tritt und die Bauherrin Lisbeth Fürstenau somit zum Sprechen bringt. Die Stadt Höxter denkt über eine wippende Bank gegenüber vom Rathaus nach. Auch die Dompropstei in Paderborn hat bereits ihre Mithilfe angekündigt. „Das Projekt kommt gut an, es wird von vielen Seiten unterstützt, es wächst und gedeiht“, sagt Dr. Vera Lüpkes, Direktorin des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake.

 

Die Werbetrommel ist ebenfalls angelaufen. Inzwischen gibt es ansprechend gestaltete Werbeflyer, Roll-Ups, lustige Give-aways in Form von Stiften, Quietscheenten und Weingummi – allesamt mit Krönchen verziert. Inhalt und Verpackung sollen Hand in Hand gehen, darin sind sich die Kooperationspartner einig. Ein weiteres Jahr intensiver Arbeit liegt noch vor ihnen. „Wir haben viel vor und sind nach wie vor hoch motiviert“, betont Dr. Albert Hüser.

© Martin Hostert LZ

© querdenker.com

1. Schloss Neuhaus, 1524-26
Foto: Touristikinformation Paderborn

2. Schloss Detmold, 1548-53
Foto: Nikater

3. Hexenbürgermeisterhaus Lemgo, 1568-71
Foto: Tsungam

4. Schloss Barntrup, 1584-92
Foto: von Krosigk

5. Schloss Brake, 1584-92
Foto: Scheidt

6. Rathaus Höxter, 1610-14
Foto: Stefan Tsingtauer

7. Rathaus Lemgo, Apothekenerker, 1612
Foto: Dr. Heinrich Stiewe

8. Rathaus Paderborn, 1613-15
Foto: Tourist Information Paderborn

9. Schloss Wendlinghausen, 1613-16
Foto: Bärbel Bork

10. Grabmal Dietrich von Fürstenberg, 1615/16-161, Paderborn Dom
Foto: Museum Schloss Brake

Es nimmt rasant Fahrt auf, das ambitionierte Projekt „Gesichter der Weserrenaissance“.

 

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat im 2019 feierlich den entsprechenden Bewilligungsbescheid im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake überreicht. „Ziel ist es, das reiche Baukulturerbe der Weserrenaissance vor allem für junge Leute zu erschließen – multimedial, erlebnisorientiert, integrativ“, erklärt Dr. Albert Hüser, Vorsitzender des Projektträgers Lippischer Heimatbund.

 

Doch wie genau soll diese Mammutaufgabe konkret bewältigt werden? In der Zwischenzeit haben die Verantwortlichen des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake einen cleveren Plan geschmiedet. Aus der unendlichen Fülle an Weserrenaissance-Gebäuden haben sie sich zehn Objekte herausgepickt, die nicht nur die Vielfalt der Epoche wiederspiegeln, sondern auch ein spannendendes Netzwerk der damaligen Zeit abbilden. Dazu zählen Schloss Brake, das sogenannte Hexenbürgermeisterhaus Lemgo sowie das Rathaus mit dem einmaligen Apothekenerker in Lemgo, das Fürstliche Residenzschloss Detmold, Schloss Barntrup, Schloss Wendlinghausen, das Rathaus in Höxter, das Grabmal von Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg im Dom zu Paderborn sowie das dortige Rathaus und Schloss Neuhaus. Mit allen Beteiligten wurden bereits intensive Gespräche geführt. Dazu zählt auch der Verein “Kulturkreis der Weserrenaissance”, der ebenfalls ein Kooperationspartner des gesamten Projekts ist. Genau wie die Stiftung Eben-Ezer, die sich als weiterer Kooperationsparnter um die Übersetzung der geplanten zehn Kurzfilme in leichte Sprache kümmert.

 

Die Filme werden auf eine Homepage gestellt, auf der man auch jede Menge Informationen zu den Gebäuden und Personen sowie etliche touristische Angebote finden wird. Auf einer tiefergehenden Ebene erwartet die Nutzer ein „virtuelles Museum“ mit wissenschaftlichen Erkenntnissen des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake zum Thema Weserrenaissance aus den vergangenen 30 Jahren.

 

Außerdem sind ganz real direkt vor Ort sprechende Mitmachstationen geplant. Da kann man beispielsweise an einer Kurbel drehen oder auf einer Bank wippen, und schon wird dem Besucher eine kleine Geschichte erzählt. Außerdem wird es Salesguides für Busreiseveranstalter, Plakate, Flyer, Give aways, ein Familienfest zum Thema Weserrenaissance, Messeauftritte in Berlin, Köln, Wuppertal, Brilon und vieles, vieles mehr geben. Man darf gespannt sein!

Das Projekt “Portal Weserrenaissance”
genauer betrachtet:

Ausgangspunkt

Projektname: Gesichter der Weserrenaissance
 
 
Projektdauer: 3 Jahre
 
 
Förderer: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW.
 
 
Träger des Projekts: Lippischer Heimatbund
 
 
Kooperationspartner:
– Weserrenaissance-Museum Schloss Brake
– Kulturkreis der Weserrenaissance
– Stiftung Eben-Ezer

Ziel des Projekts

Wir wollen das reiche Baukulturerbe der Weserrenaissance vor allem auch für junge Menschen in den Fokus rücken, und zwar multimedial, erlebnisorientiert und integrativ! Der Anreiz, die entsprechenden Gebäude zu besuchen, soll erhöht werden. Wir wollen mehr Besucher für die einzelnen Standorte gewinnen.

Im Mittelpunkt stehen die folgenden
10 ausgewählten Renaissance-Bauten:

1.             Schloss Neuhaus, 1524-26

 

2.             Schloss Detmold, 1548-53

 

3.             Hexenbürgermeisterhaus Lemgo, 1568-71

 

4.             Schloss Barntrup, 1584-92

 

5.             Schloss Brake, 1584-92

 

6.             Rathaus Höxter, 1610-14

 

7.             Rathaus Lemgo, Apothekenerker, 1612

 

8.             Rathaus Paderborn, 1613-15

 

9.             Schloss Wendlinghausen, 1613-16

 

10.          Paderborn Dom, Grabmal Dietrich von Fürstenberg, 1615/16-161

Anhand dieser zehn Renaissancebauten recherchieren wir spannende Geschichten über historische Persönlichkeiten und ihre Verbindungen untereinander. Durch diese Form des Story Tellings wollen wir das Interesse der Öffentlichkeit für das Thema wecken.

Projektbeteiligte

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