Kultur macht Schule! Über den Kooperationsvertrag freuen sich (v.l.): Jeanette Fuhrmann, Koordinatorin im mathematischen-naturwissenschaftlichen-technischen Aufgabenfeld, Museumspädagogin Dr. Susanne Hilker, Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes, Schulleiter Bernd Hendig, Kerstin Rohmann, Didaktische Leiterin, Philipp Schmidt-Rhaesa, Koordination des sprachlich-literarisch-musisch-künstlerischen Aufgabenfeldes, Hartmut Dahlweid, Koordinator für das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld.

© Weserrenaissance-Museum Schloss Brake


Kunst und Kultur machen Schule

Kunst und Kultur machen Schule!

 

Feierlich nehmen sie an der großen Tafel Platz, zücken die Feder und unterzeichnen mit strahlenden Augen den Kooperationsvertrag. Somit ist es amtlich – das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake und die Karla-Raveh-Gesamtschule machen ab sofort „gemeinsame Sache“.

 

„Wir freuen uns sehr über diese Win-Win-Situation. Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler der Karla-Raveh-Gesamtschule im Laufe ihrer Schulzeit unser Museum kennenlernen“, sagt Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes. So können die Kinder und Jugendlichen lokale, regionale und überregionale Geschichte, Wissenschaft und Kultur hautnah erleben und im wahrsten Sinne des Wortes besser begreifen.

 

 

„Museen und Schulen ergänzen sich in idealer Weise. Durch eine systematische und auf Dauer angelegte Kooperation beider Institutionen soll die Erarbeitung von Kompetenzen in ganz unterschiedlichen Bereichen optimiert und eine strategische Partnerschaft etabliert werden“, betont Schulleiter Bernd Hendig.

 

 

Doch wie genau erfüllt man so einen Vertrag mit Leben? Angedacht sind unter anderem Exkursionen zum Museum, Ausstellungsbesuche und jede Menge Erlebnisführungen. Es geht aber auch darum, die Schülerinnen und Schüler ganz konkret in laufende Projekte miteinzubeziehen, um zu zeigen, wie ein Museum eigentlich funktioniert. Denkbar wäre auch, dass die Jugendlichen selbst öffentliche Führungen zu speziellen Aspekten der Weserrenaissance entwickeln  – getreu dem Motto „von Schülern für Schüler“.

 

 

Die Schülerinnen und Schüler können aber beispielsweise auch an Workshops teilnehmen, im Kunstunterricht gestaltete Objekte im Museum ausstellen oder sich aktiv am „Familientag“ beteiligen. Außerdem steht ihnen der Veranstaltungsraum des Museums für kulturelle Aufführungen zur Verfügung. Bereits bei der vergangenen Sonderausstellung „#pARTicipate – Mach Dich zum Kunstwerk“ haben einige Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Performance mit dem Theaterlabor Bielefeld ihr schauspielerisches Talent unter Beweis gestellt.

 

 

Darüber hinaus dürfen die Schülerinnen und Schüler die Fachbibliothek des Museums oder auch den Museumskoffer zum Selbststudium nutzen. „Gern helfen wir bei Facharbeiten weiter oder stellen Lehrerinnen und Lehrern Unterricht ergänzendes Material zur Verfügung“, versichert Dr. Vera Lüpkes. Außerdem steht das Museums-Team den Schülern auch bei der Berufsfindung zur Seite. So können sie gern mehrwöchige Praktika absolvieren, den Mitarbeitern des Museums beim „Girls‘ and Boys‘ Day“ über die Schulter schauen und ihnen Löcher in den Bauch fragen. Auch für Berufsinformationstage stehen sie gern zur Verfügung.

 

 

„So eine Kooperation ist ein lebendiger Prozess. Wir haben viele Ideen und sind gespannt, was alles dabei herauskommt“, sagt Schulleiter Hendig. Als nächstes steht auf jeden Fall der „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 24. November, ab 10 Uhr in der Karla-Raveh-Gesamtschule auf dem Programm. „Selbstverständlich werden wir vor Ort sein und unter anderem Appetit auf unsere nächste Sonderausstellung „Weyhnacht – Bergmänner, Lichterengel und Kinderspielzeug aus dem Erzgebirge“ machen“, verspricht Museumspädagogin Dr. Susanne Hilker.

 

 

 

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